Hintergrund/Einleitung

Gemäss Bundesratentscheid vom 29.04.2020 sind ab dem 11.05.2020 Sportaktivitäten ohne Körperkontakt von Einzelpersonen und in Gruppen von maximal 5 Personen möglich, was mit der Öffnung und Nutzung der hierfür benötigten Sportanlagen einhergeht, vorausgesetzt es existiert ein Schutzkonzept, welches von den Betreibern der Anlagen und den Vereinen erarbeitet und umgesetzt wird.

Der Schweizer Kanu Verband SKV hat ein Schutzkonzept erarbeitet, welches auf den Vorgaben vom Bundesamt für Sport (BASPO) und Bundesamt für Gesundheit (BAG) basiert, das als Richtlinie für alle Kanusportler-Innen in der Schweiz gilt ((https://www.swisscanoe.ch/de/news/2020/covid-19-schutzkonzept-kanu-sup).

Wir haben in der IG Kanu Zürich, dem Zweckverband der vier Kanu-Vereine der Stadt Zürich, gemeinsam das SKV-Schutzkonzept speziell für die Situation in unseren Vereinen und unsere gemeinsam genutzte Infrastruktur umgesetzt, über dessen Inhalt ich im Folgenden informieren möchte.

Das «Schutzkonzept zur Durchführung von Kanusportaktivitäten in den Bootshäusern in Zürich während der Corona-Pandemie» findet ihr hier und ausgedruckt in den Bootshäusern.

Ziel des Konzepts

  • Paddeln ermöglichen, ohne dabei vermeidbare Risiken einzugehen
  • Umsetzen der nach wie vor geltenden, übergeordneten Schutzmassnahmen auch im Vereinssport
  • Durchführung der organisierten Sportaktivitäten, clubinterne Trainings oder Kurse
  • Ermöglichen des individuellen Paddelns ab den Bootshäusern der IG Kanu
  • Solidarität mit der Öffentlichkeit symbolisieren «Wir halten uns an die BAG-Vorgaben und wir wollen keine Sonderregelung.“
  • Wir zählen auf die Solidarität und Selbstverantwortung aller Beteiligten, also Euch!

Generelle Vorgaben für alle Aktivitäten:

  • Maximal 5 Personen gleichzeitig im Bootshaus
  • Mindestabstand von 2m zwischen den Sportlern-Innen einhalten
  • Nachverfolgbarkeit der Kontaktgruppen, wer war wann zusammen unterwegs
  • Verstärkte Hygiene auf dem Bootshausareal und beim Clubmaterial
  • Organisierte Gruppen haben Vorrang vor individuell Trainierenden

Wie geht man jetzt vor, wenn man paddeln möchte?

  1. Die Bootsanlagen sind nur für Clubmitglieder bis auf weiteres freigegeben.
  2. Wenn man am gemeinsamen clubinternen Training vom KCZ am Mittwoch Abend und NEU Freitag statt Montag Abend teilnehmen will, online checken ob es noch freie Plätze in den Trainingsgruppen hat und eintragen (Link: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1cJf_wjVIdBIDeYorzWHKe2xH6SeTz2rNyDL9EJ_CBxc/edit#gid=0).
  3. Wenn man individuell paddeln möchte, tut dies unter Woche tagsüber. Ansonsten ist der Schanzengraben abends unter der Woche ab 17 Uhr bis 22 Uhr ist von Vereinsaktivitäten blockiert und diese haben Vorrang. Schipfe sollte kein Problem darstellen, von dort starten keine organisierten Vereinsaktivitäten.
  4. Eigenes Material (Schwimmweste, Spritzdecke, Paddel), sofern vorhanden, mitnehmen.
  5. Persönliches Desinfektionsmittel mitnehmen.
  6. Wenn möglich schon umgezogen, bevorzugt einzeln zu Fuss, mit dem Velo oder dem Privatauto zum Bootshaus kommen
  7. Bei Gruppentrainings dürfen die Mitglieder der Gruppe erst das Bootshausareal betreten, wenn die erste Gruppe eingebootet ist, der jeweilige Leiter organisiert die Trainingsgruppe so, dass der jeweilige Mindestabstand eingehalten wird.

Beispiel: 1. Gruppe Trainingsstart um 18:00, Eintreffen frühestens ab 17:55, 18:15 sind alle auf dem Wasser und entfernen sich unter Einhaltung der Abstandsregeln in Richtung See von der Anlage. Das Training sollte schwerpunktmassig auf dem See stattfinden (genügend Platz).

  1. Jede Person, die das Bootshausareal betritt, wäscht die Hände nach Anleitung des BAG und registriert sich danach in der jeweiligen Liste. Diese ist im Bootshaus Schanzengraben beim Waschbecken Herren WC, im Bootshaus Schipfe beim Spiegel vom Brünneli aufgehängt.
  2. Im Schanzengraben sind nur 2 Personen pro Umkleide gleichzeitig angesagt (Abstandsregel), im gesamten Bootshaus Schipfe nur maximal 3 Personen gleichzeitig. Daher schon mal das persönlich zu nutzende Boot und Material richten, wenn man sich nicht gerade umziehen kann.
  3. Jede Person nutzt, wenn vorhanden, sein eigenes Material und Boot. Es wird ausschliesslich mit Einzelbooten trainiert.
  4. Vor der Aktivität werden die viel benutzten Flächen (Türklinken und Lavabo) durch die leitende Person oder den individuell Trainierenden gereinigt.
  5. Einbooten und Training unter Einhaltung der Abstandsregeln in Richtung See
  6. Nach der Rückkehr vom See erst ausbooten, wenn die vorherige Gruppe die Anlage verlassen hat, Einbootende haben Vorrang vor den Ausbootenden.
  7. Wurde Clubmaterial verwendet, ist dieses zu reinigen. Im Schanzengraben geschieht dies im dafür vorgesehenen Bottich gefüllt mit einer Reinigungslösung in der Männerdusche. Die leitende Person ist verantwortlich für die Durchführung. Keine Angst, das Wasser wird zweimal wöchentlich gewechselt. Bei Vereinsbooten und -paddel werden die berührten Oberflachen desinfiziert.
  8. Nach dem Umziehen werden die viel benutzten Flächen (Türklinken und Wasserhahn) durch die leitende Person oder den individuell Trainierenden gereinigt. Generell gilt, alle Benutzer und Benutzerinnen der Infrastrukturen bringen ihr persönliches Desinfektionsmittel mit. Damit werden Türklinken, Torgriffe, Schlüssel WC, Schlüssel Wertsachenkästchen, Armaturen, etc. nach Kontakt desinfiziert.
  9. Bitte entsorgt Abfall nicht in Bootshaus.
  10. Der Aufenthalt im jeweiligen Bootshaus sollte auf ein Minimum reduziert werden, d.h. nach dem Training möglichst schnell die Sportanlage verlassen, die Verpflegung im und vor den Bootshäusern ist untersagt.
  11. Beim Verlassen des Bootshauses werden nochmals die Hände gewaschen.

Was gilt noch:

Bei Krankheitssymptomen aufs Training verzichten und informieren

Treten die Symptome nach der Nutzung der Infrastruktur auf, informiert den Leiter des jeweiligen Trainings und das Präsidium (praesidiumkcz@gmail.com). Es werden dann gemeinsam die jeweiligen Kontaktpersonen identifiziert, diese informiert und auch 2 Wochen von der Nutzung des Bootshauses ausgeschlossen. Im schlimmsten Fall kann dies ein Anzeichen sein, dass das Schutzkonzept nicht funktioniert und angepasst werden muss.

Duschen und WC

Die Duschen in allen Bootshäusern sind geschlossen. Die WCs im Schanzengraben sind geöffnet, nach Gebrauch sind die Kontaktflächen und die Türklinken mit dem individuellen Desinfektionsmittel durch die benutzende Person zu reinigen. Das WC in der Schipfe ist geschlossen.

Keine Clubausfahrten

Bis auf weiteres finden keine vom Club organisierten Ausfahrten statt. Wir möchten Euch bitten, Euch bei Euren Ausfahrten an die Vorgaben des SKV-Konzepts zu halten, d.h. Abstand von 2m untereinander einhalten (auch beim Autoumsetzen/Shuttlen), kein Abklatschen/Händeschütteln, kein erhöhtes Risiko eingehen, um das Risiko für etwaige Paddelunfälle = Belastung von Spitälern zu vermeiden.

Keine Schipfevermietung

Wir haben uns vorrangig um unser Kernaktivitäten = Paddeln gekümmert, Schipfevermietungen behandeln wir für die nächste Anpassung der Coronamassnahmen ab dem 08.06.2020.

Datenschutz

Die schriftlichen Listen werden nach 2 Wochen vernichtet, sind aber wichtig für die Rückverfolgbarkeit der Kontakte, daher bitte hier Eure echten Kontaktdaten angeben, bei den googlelisten sind auch Spitznamen oder Abkürzungen verwendbar.

Dauer der Massnahmen

Aktuell gelten diese Vorgaben bis mindestens 08.06.2020, Änderungen sind möglich und orientieren sich an den Vorgaben vom Bundesrat, SKV und dem Sportamt Zürich als unser Vermieter.

Es ist also an uns allen, dass es besser wird und nicht noch komplizierter.

Fragen?

Wenn Ihr Fragen habt, stehen das Praesidium Euch gerne zur Verfügung: Kontaktformular

Links

Empfehlungen des BAG

Empfehlungen des SKV

Schutzkonzept vom SKV

Schutzkonzept der Zürcher Kanuvereine

Trainingsliste